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Die Insel der besonderen Kinder

Tim Burton liebt Außenseitergeschichten (Frankenweenie, Alice im Wunderland, Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street, Charlie und die Schokoladenfabrik). Nun hat er den Roman „Die Insel der besonderen Kinder“ von Ransom Riggs verfilmt. Schon die im Buch enthaltenen Fotos müssen eine Steilvorlage für Burton gewesen sein.

Ein Junge, um dessen Kopf ein Bienenschwarm schwirrt, zwei kleine Kinder, gehüllt in weiße Gewänder, die Silhouette einer jungen Frau, die eine lange Pfeife raucht: Ransom Riggs hat auf Flohmärkten zahlreiche solcher alten geheimnisvollen Fotos gesammelt und um diese dann seine Geschichte über eine Gruppe außergewöhnlicher Kinder erfunden, die in einer Zeitschleife im Jahr 1943 leben. Und Burton hat diese nun in einen düster-fantastischen Film übertragen.

Nach dem Tod seines geliebten Großvaters Abe macht der 16-jährige Jake sich gemeinsam mit seinem Vater auf den Weg von Amerika nach Wales, um dort den seltsamen Geschichten auf den Grund zu gehen, die Abe ihm immer erzählt hat. Tatsächlich gerät Jake bald in eine mythische Parallelwelt, in der die Zeit am 3. September 1943 stillzustehen scheint und in der sich eine junge Frau selbstlos um eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen mit außergewöhnlichen Eigenschaften kümmert. Bald erkennt Jake die Wahrheit hinter den Geschichten von Abe und muss den sonderbaren Kindern helfen, sich gegen monsterähnliche Kreaturen zu verteidigen, die diesen nach dem Leben – und insbesondere nach den Augen – trachten.

„Die Insel der besonderen Kinder“ lebt von den fantastischen Schauplätzen und von Tim Burtons Faszination für die sympathischen Außenseiter. Setzt das moderne Fantasy-Märchen vor allem in der ersten Hälfte auf Atmosphäre und zieht durch diese in den Bann, so weicht diese zum Finale hin  effektreichen und mitreißenden Actionszenen, in denen der Regisseur sich zudem charmant vor den alten Filmtricks von Ray Harryhausen verneigt. Nur die geschichtliche Ebene geht dabei ein wenig unter. Wenn in einer Szene angedeutet wird, woher Jakes Großvater stammt und wer die wahren Monster im Jahr 1943 waren, dann erhält der Film noch einmal jenseits der besonderen Kinder und der magischen Parallelwelt eine ganz andere Bedeutung, an der Burton allerdings offensichtlich nicht so sehr interessiert war.


Blu-ray-Bildformat:1:1,85/1080p
Ton:dts
Sprachen: Deutsch dts 5.1/Englisch dts HD 7.1 MA

DVD Extras: Featurettes, Musikvideo, Bildergalerie

Blu-ray Extras: Featurettes, Musikvideo, Bildergalerie, Trailer

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